Traumfrühstück mit Annabelle

Manchmal klingelt das Telefon schon, während ich noch meinen Morgenkaffee schlürfe. Ah, das kann nur Annabelle sein. Wenn ich jetzt ein paar Minuten Zeit habe und nicht gleich zu meinen Tageswerk aufbrechen muss, ist das wunderbar, denn Annabelle will mir einen Traum erzählen.

Ein schönes Morgenritual

Dieses Ritual haben wir seit vielen Jahren. So weiß Annabelle wirklich schon gut allein über ihre Träume Bescheid. Deshalb beginnt unser Traumgespräch oft ähnlich:

Annabelle: „Eigentlich weiß ich ja schon, was der Traum bedeutet. Aber es wäre schön, wenn du noch mal hinschaust!“ Ich: „Natürlich, sehr gern!“

Vergessen, was gestern war

Sie erzählt und erzählt und stellt klar, was sie über den Traum denkt und weiß, dass sie aber keine Verbindung zum Vortag erkennen könne. Klar, sie ahnt schon, was jetzt von mir kommt, denn natürlich ist ihr bekannt, welch immense Bedeutung ich dem Vortag für das Träumeverstehen beimesse. Doch leider ist es oft so, wie auch gerade mit Annabelle, erst einmal wird nichts Wesentliches erinnert, schon gar nichts, was mit dem Traum zu tun haben könnte. Fast krampfhaft versucht Annabelle nun, die Stolpersteine vom Vortag ausfindig zu machen, die ihr diesen Traum beschert haben könnten.
Doch ich bitte sie, den Taum entspannt weiter zu erzählen. Und dann stelle ich ihr bald ein … zwei Fagen. Fragen, die sich mir als Traumkundige einfach aufdrängen, wenn ich einer Traumgeschichte lausche.

Die entscheidenden Fragen

Schon nach der ersten Frage sprudelt es nur so aus Annabelle heraus: „Jaaa, nun erinnere ich mich, da fällt mir etwas ein! Ich hatte doch gestern diese eigenartige Auseinandersetzung mit meiner Nachbarin.“ Und wie ein Entdecker auf Forschungsreise blickt Annabelle nun ganz neu auf den Traum. Und wir sind mittendrin in der Traumarbeit, mittendrin in ihrer ganz speziellen Situation, mittendrin in ihrem Thema.

Das Unbewusste, ein wohlwollender Gast

Annabelles Unbewusstes sitzt fortan sozusagen mit ihr am Tisch und arbeitet ihr zu, trägt dazu bei, ihr Seelenbefinden achtsam zu erkunden, offenbart, worum es bei ihr ganz persönlich im Hier und Jetzt gerade geht. – Meistens sind das Themen, die im Alltag ganz selbstverständlich scheinen, und dann auf einmal – durch die Traumerinnerung – ihre ganze Tiefe offenbaren. Diese Tiefe verbindet den Träumer für einen schönen Moment lang mit sich selbst, manchmal sehr intensiv, manchmal anhaltend.

Es ist auch für mich immer wieder erfüllend und aufbauend, wenn die Träume ihre Geheimnissse preisgeben und für dieses spezielle Wohlbefinden und das Gefühl des Einsseins beim Träumer sorgen.

Dein Traumgewinn

Kannst du dir vorstellen, wie toll es ist, wenn genau das zu einem Standard in deinem Alltag wird? Wenn du durch die natürlichen Botschaften deiner nächtlichen Filme deinen Weg gezeigt bekommst, der sich dir ganz und gar aus deinem Inneren heraus vor die Füße schiebt? Der dir zeigt, dass du in deinem alltäglichen Dasein und Wirken auch immer in Verbindung mit deinem Unbewussten bist? Und wenn du auf einmal eine Resonanz mit deiner Seele spürst, weil du ihre Nachricht verstanden hast?

Annabelle jedenfalls hatte – trotz ihrer 74 Jahre – auf einmal ein Leuchten in den Augen, wie ein lebensfrohes Kind, das mit Staunen und Leichtigkeit die Welt entdeckt …

Was ich aus sachlicher Sicht noch hinzufügen möchte? … Der Vortag, er ist so wichtig. Ein wenig Aufmerksamkeit für deine Träume, das Aufschreiben der Träume und der Ereignisse des Vortags und dein achtsamer Umgang mit den nächtlichen Bildern helfen beim Erinnern und dabei, den Traum zu verstehen. Besonders das Träumeerzählen spült zusätzlich Erinnerungen an die Oberfläche.

Hast du jemanden, der dir zuhört?

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2 Kommentare

  1. Anne

    Schöne Geschichte und schön geschrieben!

    Bei mir ist es gerade andersherum: Ich hatte gestern wichtige Erlebnisse und heute morgen ist mir der Traum dazu entwischt 🙁

    Antworten

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